Mit dem Hausboot nach Berlin – Tag 2: 1, 2, 3, … viele Schleusen

Nach unserer ersten Nacht am WSA-Anleger im Mirower Kanal begann der 21. September 2026 mit Frühstück an Bord. Danach hieß es wieder: Leinen los für Luxboot ENRIKA. Vor uns lag ein Tag mit kleinen Seen, viel Natur und einigen Schleusen.
Sechs sind es am Ende geworden: Mirow, Diemitz, Canow, Strasen, Steinhavelmühle und Fürstenberg. Unser Nachtlager schlugen wir anschließend auf dem Stolpsee auf – diesmal vor Anker.

Von Schleuse zu Schleuse
Nach der abendlichen Fahrt über die Müritz am Vortag bekam die Reise nun einen anderen Rhythmus. Auf den Wasserwegen zwischen den Seen ging es von einer Schleuse zur nächsten: einfahren, festmachen, Wasserstand abwarten, wieder hinausfahren.
In Diemitz, Canow und Strasen bekamen wir die Schleusenkammer jeweils noch mit drei Booten voll. Danach wurde es deutlich ruhiger. Wartezeiten an den Schleusen? An diesem Tag keine.
Genau das macht diese Jahreszeit für uns so besonders. Auf der Mecklenburgischen Seenplatte kehrt Ruhe ein, und auf manchen Abschnitten hat man das Gefühl, die Wasserwege fast für sich allein zu haben.

Elisa hat das Hausboot im Griff
Den Großteil der Strecke fuhr Elisa. Und in Fürstenberg gab es einen besonderen Moment: Sie meisterte ihre erste Schleuse allein am Steuer.
So ein Hausboot will schließlich erst einmal kennengelernt werden – seine Abmessungen, seine Reaktion aufs Steuer und das richtige Gefühl beim Manövrieren. Nach einem Tag hatte Elisa die ENRIKA schon richtig gut im Griff.
Tipptopp. Da darf man als Papa schon ein bisschen stolz sein.

Viel Leben am und auf dem Wasser
Während es beim Bootsverkehr ruhiger wurde, war in der Natur einiges los: Fischreiher am Ufer, jede Menge Enten, Wildgänse und Schwäne begleiteten unseren Tag.
Schon am Morgen hatten uns die Fische unterhalten. Sie sprangen so eifrig aus dem Wasser, dass wir sie kurzerhand zu unseren „Flugfischen“ erklärten. Immer wieder blitzte einer über der Oberfläche auf.
Dazu dieses Licht: morgens und abends ein Farbenspiel am Himmel, das die Seen und Ufer jedes Mal anders aussehen lässt.
Für richtig buntes Herbstlaub sind wir allerdings noch etwas früh dran. Ein, zwei, vielleicht drei Wochen weiter – dann dürften auch die Wälder entlang der Strecke ihre Herbstfarben zeigen. Aber schon jetzt ist es für uns eine der schönsten Zeiten auf dem Wasser: wenig Betrieb, keine Schleusenwartezeiten und Natur direkt vor der Reling.

Stolpsee statt Regow – für heute reicht’s
Eigentlich wollten wir noch die Schleuse Bredereiche passieren und anschließend vor Regow übernachten. So stand es in unserer Planung.
Aber nach 19 Uhr wurde es schnell dunkel. Nach sechs Schleusen entschieden wir deshalb, es für diesen Tag gut sein zu lassen. Auf dem Stolpsee fiel der Anker.
Das war die richtige Entscheidung. Nach der Nachtfahrt zum Auftakt musste es heute keine weitere späte Ankunft werden. Bredereiche und Regow würden auch am nächsten Morgen noch vor uns liegen.
So endete unser zweiter Reisetag mit einem Ankerplatz auf dem See – und der Erkenntnis, dass ein guter Törnplan auch Raum dafür lässt, früher Schluss zu machen.

Nächster Halt: weiter Richtung Berlin
Am nächsten Tag geht es zunächst Richtung Bredereiche und Regow und anschließend weiter über die Havel nach Süden. Berlin bleibt unser Ziel. Wie weit wir auf der nächsten Etappe kommen, zeigt der Tag.
Sechs Schleusen geschafft, die erste Schleuse allein am Steuer gemeistert und den Abend vor Anker beendet. So darf eine Hausbootreise weitergehen.
Begleitet uns auf unserer Reise
Alle Etappen unserer Überführung mit ENRIKA findet ihr im Luxboot-Blog. Weitere Bilder und Videos gibt es auf unseren Kanälen:
Ihr möchtet die Seenplatte selbst vom Wasser aus erleben? Auf luxboot-elisa.de findet ihr Informationen und Buchungsmöglichkeiten für eure Auszeit an Bord.



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